Förderschulen (Sonderschulen) in Rheinland Pfalz - Sonderpädagogischer Förderbedarf:

Sonderpädagogischer Förderbedarf & Sonderschulen/ Förderschulen - status quo:

Obwohl auch Deutschland inzwischen die UN-Behindertenkonvention (Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen) ratifiziert hat, hinken alle Bundesländer bei der Umsetzung der Rechte von "Behinderten" nach wie vor hinterher.

Augenscheinlich ist dabei die Diskepanz zwischen politischen Ankündigungen und der Realität:

  • Während partiell angekündigt wird, alle Schüler mit Behinderungen in Regelschulen beschulen zu wollen,
  • sieht die Realität so aus, daß selbst "Grenzfälle" wie Schüler mit ADHS oder solchen mit Teilleistungsstörungen an der Grenze zur Behinderung nach wie vor in Sonderschulen abgeschoben werden.

Insofern wirken politische Sonntagsreden auch allenfalls zynisch, denn eine vollständige Integration setzt voraus, daß viele Hebel in Bewegung gesetzt werden - nicht zuletzt bedarf dies auch Überzeugungsarbeit bei vielen Eltern und Lehrern, die zwar nicht offen opponieren, in der Praxis aber leider nach wie vor dafür sorgen, daß selbst Grenzfälle von Schulen gemobbt werden.

Es wäre aus meiner praktischer Erfahrung demnach hilfreich, wenn wenigstens kurzfristig mit der Integration von Grenzfällen ernsthaft begonnen wird. Damit wäre schon viel erreicht und es wäre auch ein erster Schritt der Überzeugungsarbeit.

Für eine telefonische Erstberatung zu Ihrem konkreten Fall oder eine deutschlandweite Vertretung Ihrer Interessen kontaktieren Sie mich bitte direkt.

Verfahren zur Feststellung von sonderpädagogischem Förderbedarf:

Sonderpädagogischer Förderbedarf spielt oftmals bereits bei der Einschulung eine Rolle. Insbesondere, wenn ein Antrag auf Zurückstellung von der Schule gestellt wird, besteht immer häufiger die Gefahr, daß Schulen/Schulbehörden umgekehrt einen Antrag auf Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarfs stellen.

Immer, wenn sonderpädagogishcer Förderbedarf in Rede steht, spätestens aber dann, wenn ein Verfahren zur Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarfs eingeleitet wird, sollten die Alarmglocken angehen:

Wer hier ein rechtzeitiges Gegensteuern verschläft, der verliert wertvolle Zeit, noch etwas zu verhindern:

  • Denn ist die Entscheidung der Schule oder des Schulamtes erst einmal gefallen, ein solches Verfahren zu eröffnen, dann wird dies oftmals mit Brachialgewalt durchgeführt.
  • Umso früher man Gegenmaßnahmen ergreift, desto größer sind die Chancen der wachsenden Eigendynamik zu entgehen.

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Ausgang des Verfahrens zur Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarfs:

Die Einleitung des Verfahrens zur Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarfs muß nicht zwangsläufig dazu führen, daß ein Kind in eine Sondersschule/ Förderschule muß. Ohne rechtliche Gegenwehr, besteht allerdings eine erhebliche Gefahr, daß dies als Ergebnis herauskommt.

Ziel ist es deshalb meist, das Vorliegen sonderpädagogischen Förderbedarfs ganz vom Tisch zu bekommen.

Liegt allerdings tatsächlich Förderbedarf vor, so kann Mindestziel auch die integrative Beschulung an einer Regelschule sein, was in der Praxis allerdings nach wie vor nur sehr selten der Fall ist. Und auch die integrative Beschulung ist nicht ohne Risiko, weil damit auch die Gefahr besteht, keinen vernünftigen Abschluß zu erhalten, da weiterführende Schule selten eine Integration anbieten und selbst begabte Schüler dann Gefahr laufen, auf Schulen abgeschoben zu werden, die nicht den Wunschabschluß vermitteln.

Insofern sind Eltern oftmals in der Situation, aufgrund all dieser Vorbehalte sich so weit als möglich zu wehren, obwohl sie eigentlich zumindest eine teilweise Förderung des Kindes durchaus anzustreben.

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