Klassenarbeiten , schriftliche Überprüfungen usw.:

Klassenarbeiten und schriftliche Überprüfungen sind der wesentliche inhalt dessen, was in die Benotung eingeht. Klassenarbeiten sind dabei die gebräuchlichste Form der Leistungsrefassung in den Kernfächern, während in den übrigen Fächern sogenannte schriftliche Überprüfungen (10-Stunden-Test) vorgenommen werden.

Ich habe nachfolgend einige der praxisrelevanten Fragen zu Klassenarbeiten und schriftlichen Überprüfungen dargestellt:

Rechtsgrundlagen für Klassenarbeiten, schriftliche Überprüfungen:

Die Rechtsgrundlagen für Klassenarbeiten und schriftliche Überprüfungen sind vielschichtig:

  • Einen Rahmen stecken in Rheinland-Pfalz die Schulordnungen ab (insb. §§ 49ff Übergreifende Schulordnung für die meisten Schularten).
  • Die Gesamtkonferenz ist ungeachtet dessen zuständig für die Erörterung von Grundsatzfragen zur Vereinheitlichung der Maßstäbe zur Leistungsbeurteilung.
  • Soweit es an einer Regelung in der Schulordnung fehlt und die Gesamtkonferenz auch keinen Beschluß hierzu gefaßt hat, können die einzelnen Lehrkräfte Regelungen treffen. Dies ist aber nur im Rahmen ihres pflichtgemäßen dienstlichen Ermessens und unter Beachtung der für sie geltenden Bestimmungen möglich.

Erkennbar sind demnach bereits die Rechtsgrundlagen für die Notenbildung mehr als undeutlich. Für eine telefonische Erstberatung zu Ihrem konkreten Fall oder eine deutschlandweite Vertretung Ihrer Interessen kontaktieren Sie mich deshalb bitte direkt.

Klausurenstoff bei Klassenarbeiten, schriftlichen Überprüfungen:

Die erste Frage, die sich im Zusammenhang mit dem Verfahren zur Leistungsermittlung regelmäßig stellt, betrifft den Inhalt dessen, was geprüft wird.

Für die einzelne Klausur oder Prüfung bestimmt sich der Prüfungsstoff nach dem Stoffplan, innerhalb dessen den Lehrern dann ein Ermessen zukommt, was sie in Prüfungen verwenden.

Zu beachten ist folglich, daß sich der Prüfungsstoff grundsätzlich nach dem zu bestimmen hat, was zuvor im Unterricht durchgenommen wurde bzw. was sich die Schüler (bspw. im Rahmen von Hausaufgaben) selbst erarbeitet haben. Inwiefern im Einzelfall in gewissem Umfange Verständnisfragen o.ä. zuzulassen sind, wenn die Ausbildung auch auf ein „Weiterdenken“ ausgerichtet war, dürfte im schulischen Bereich demnach eher eng gesehen werden.

Bei schriftlichen Überprüfungen besteht darüber hinaus die Besonderheit, daß diese sich auf Unterrichtsinhalte der letzten 10 Schulstunden beschränken müssen (§ 52 Abs. 4 Übergreifende Schulordnung).

Für eine telefonische Erstberatung zu Ihrem konkreten Fall oder eine deutschlandweite Vertretung Ihrer Interessen kontaktieren Sie mich deshalb bitte direkt.

Anzahl, Verteilung, Ankündigung von Klassenarbeiten und schriftlichen Überprüfungen:

Praktische Relevanz erlangen bei Klassenarbeiten und schriftlichen Überprüfungen immer wieder Fragen, wieviele Leistungsrefassungen geschrieben werden dürfen, wie diese anzukündigen und zu verteilen sind. Für die wesentlichen weiterführenden Schulen beantwortet diese Frage im wesentlichen § 52 Übergreifende Schulordnung - nachfolgend die wichtigsten Punkte:

  • Für schriftliche Überprüfungen ist nur eine pro Schulhalbjahr vorgesehen, was aus meiner Sicht sehr wenig ist und die Gefahr von Zufallsergebnissen birgt (§ 52 Abs. 4 Übergreifende Schulordnung).
  • Die Klassenarbeiten sollen gem. § 53 Abs. 3 Übergreifende Schulordnung gleichmäßig über das Schuljahr verteilt werden, ohne daß dies in mathematischer Genauigkeit erwartet werden darf. Beschränkungen ergeben sich daraus, daß gem. § 52 Abs. 5 Übergreifende Schulordnung binnen 6 aufeinanderfolgenden Kalendertagen nicht mehr als 3 Klassenarbeiten und schriftliche Überprüfungen geschrieben werden dürfen und zwischen der Rückgabe einer benoteten Klassenarbeit und der nächsten Klassenarbeit mindestens 2 Unterrichtswochen liegen müssen (§ 52 Abs. 9 Übergreifende Schulordnung).
  • Klassenarbeiten müssen in Rheinland Pfaltz mindestens eine Woche zuvor angekündigt werden.
  • Schriftliche Überprüfungen dürfen in den letzten 4 Wochen vor der Zeugniskonferenz nicht mehr geschrieben werden und am letzten Unterrichtstag vor und der ersten Fachstunde nach Ferien dürfen Klassenarbeiten und schriftliche Überprüfungen nicht geschrieben werden.

Erkennbar sind vorstehende Regelungen unvollständig und lassen Fragen offen und Verstöße sind in diesem Bereich keineswegs selten. Für eine telefonische Erstberatung zu Ihrem konkreten Fall oder eine deutschlandweite Vertretung Ihrer Interessen kontaktieren Sie mich deshalb bitte direkt.